Ratgeber

Heckenschnitt Kosten: Was Gärtner für Hecke und Gartenpflege verrechnen

· 6 Min. Lesezeit · NK Allround Services

Wer seine Hecke schneiden lässt, möchte vorher wissen, was das kostet. Die Antwort hängt weniger vom Gärtner als von der Hecke selbst ab: Länge, Höhe, Breite, Pflanzenart und Zugang bestimmen den Aufwand. Dazu kommt die Entsorgung des Schnittguts, die je nach Menge spürbar ins Gewicht fällt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Faktoren den Preis für Heckenschnitt und Gartenpflege bestimmen und wann sich ein Abo für die ganze Saison lohnt.

Laufmeter als Grundlage

Beim Heckenschnitt wird meist nach Laufmetern gerechnet, also nach der Länge der Hecke. Gemessen wird in der Regel einseitig, auch wenn beide Seiten und die Oberseite geschnitten werden. Ob ein Angebot beide Seiten umfasst, sollten Sie unbedingt prüfen: Manche Preise beziehen sich nur auf die Seite zum eigenen Garten, während die Strassenseite oder die Seite zum Nachbarn zusätzlich verrechnet wird. Messen Sie die Länge vor der Anfrage grob aus, etwa mit grossen Schritten.

Eine kurze Hecke ist nicht automatisch proportional günstiger. Anfahrt, Aufbau von Leitern und Abdeckplanen sowie das Aufräumen am Schluss fallen bei jedem Einsatz an, unabhängig von der Länge. Deshalb gibt es bei vielen Anbietern Pakete bis zu einer bestimmten Länge oder einen Mindestbetrag. Wer mehrere Arbeiten kombiniert, etwa Hecke, Sträucher und Rasen am selben Tag, nutzt den Einsatz besser aus als mit mehreren einzelnen Terminen.

Höhe und Breite der Hecke

Bis etwa zwei Meter Höhe lässt sich eine Hecke vom Boden oder von einer niedrigen Leiter aus schneiden. Darüber wird es aufwendiger: Leitern müssen häufiger versetzt werden, die Arbeit wird langsamer und verlangt mehr Vorsicht. Sehr hohe Hecken brauchen unter Umständen ein Podest oder spezielles Gerät. Deshalb werden Hecken über einer bestimmten Höhe in der Regel separat offeriert. Geben Sie bei der Anfrage die Höhe an der höchsten Stelle an, nicht nur einen Durchschnittswert.

Auch die Breite spielt eine Rolle. Eine schmale, regelmässig geschnittene Hecke ist schnell in Form gebracht. Eine Hecke, die über Jahre in die Breite gewachsen ist, muss dagegen kräftig zurückgenommen werden, was mehr Zeit und deutlich mehr Schnittgut bedeutet. Ein solcher Rückschnitt ist zudem an die Jahreszeit gebunden. Wer seine Hecke jedes Jahr pflegen lässt, zahlt deshalb pro Schnitt meist weniger als für einen einmaligen grossen Rückschnitt nach Jahren ohne Pflege.

Pflanzenart: Thuja, Kirschlorbeer, Hainbuche

Jede Heckenpflanze stellt eigene Anforderungen. Thuja verträgt keinen Schnitt ins alte, braune Holz, deshalb wird vorsichtig und nur im grünen Bereich geschnitten. Kirschlorbeer hat grosse Blätter, die beim maschinellen Schnitt zerschnitten werden und braune Ränder bekommen. Für ein sauberes Bild wird er deshalb ganz oder teilweise mit der Handschere nachgeschnitten, was mehr Zeit braucht. Gemischte Hecken mit verschiedenen Pflanzen erfordern ebenfalls mehr Aufmerksamkeit beim Schnitt.

Hainbuche und Liguster sind dagegen sehr schnittverträglich und lassen sich zügig mit der Heckenschere in Form bringen. Sie wachsen allerdings kräftig und brauchen oft zwei Schnitte pro Jahr. Auch die Dichte der Hecke beeinflusst den Aufwand: Dichte, gut gepflegte Hecken ergeben eine gleichmässige Schnittfläche, während verwilderte Hecken mit dicken Ästen und Durchwuchs anderer Pflanzen mehr Handarbeit erfordern. Nennen Sie die Pflanzenart deshalb in der Anfrage oder schicken Sie ein Foto.

Zugänglichkeit: Nachbar, Hang und Rabatten

Eine Hecke, die frei auf dem Rasen steht, lässt sich von beiden Seiten bequem schneiden. Oft ist die Lage aber schwieriger: Die eine Seite grenzt an das Nachbargrundstück, die andere an ein Blumenbeet, eine Mauer oder einen Hang. Dann müssen Leitern aufwendig gestellt, Beete geschützt und das Schnittgut von Hand herausgetragen werden. Auch eine Hecke an einer verkehrsreichen Strasse kann zusätzliche Vorsicht und Absicherung verlangen.

Klären Sie vor dem Termin, ob die Nachbarseite zugänglich ist, und sprechen Sie den Schnitt mit Ihren Nachbarn ab. Wichtig ist auch, wie weit das Fahrzeug vom Garten entfernt halten kann, denn das Schnittgut muss dorthin getragen werden. Kurze Wege und freier Zugang sparen Zeit. Räumen Sie Gartenmöbel, Spielsachen und Töpfe vor dem Einsatz von der Hecke weg, damit das Team direkt beginnen kann und nichts beschädigt wird.

  • Länge in Laufmetern und Höhe an der höchsten Stelle
  • Breite und Zeitpunkt des letzten Schnitts
  • Pflanzenart, allenfalls mit Foto
  • Zugang zu beiden Seiten und zur Oberseite
  • Distanz zwischen Hecke und Fahrzeug
  • Gewünschte Entsorgung des Schnittguts

Entsorgung des Schnittguts

Ein Heckenschnitt erzeugt mehr Schnittgut, als viele erwarten. Schon bei einem normalen Pflegeschnitt kommen mehrere Säcke oder eine Anhängerladung zusammen, bei einem Rückschnitt entsprechend mehr. Dieses Grüngut muss abtransportiert und entsorgt werden, meist in einer Kompostieranlage, die dafür eine Gebühr verlangt. Fragen Sie deshalb immer, ob die Entsorgung im Preis enthalten ist oder separat verrechnet wird, sonst bleibt das Schnittgut am Ende im Garten liegen.

Selbst entsorgen ist möglich, über die Grüngutabfuhr der Gemeinde oder mit eigenen Fahrten zur Sammelstelle. Das spart unter Umständen Geld, kostet aber Zeit, und Äste müssen oft gebündelt und auf eine bestimmte Länge zugeschnitten werden. Thuja und Kirschlorbeer verrotten langsam und gehören eher nicht in den eigenen Kompost. Bei uns ist die Entsorgung des Schnittguts immer inbegriffen, Sie müssen nach dem Schnitt nichts mehr wegbringen.

Einmaliger Einsatz oder Abo für die Saison?

Wer nur einmal im Jahr die Hecke schneiden lässt, bucht am besten einen einzelnen Einsatz zur passenden Zeit, in der Regel ab Ende Juni nach der Brutzeit. Brauchen Hecke und Garten über die Saison regelmässig Pflege, lohnt sich ein Abo: Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete jäten und Laub zusammennehmen werden zu festen Terminen erledigt. Das spart die Organisation einzelner Aufträge, und der Garten bleibt durchgehend gepflegt.

Bei einem Saison-Abo wird der Preis im Voraus für die ganze Saison vereinbart. Sie wissen also, mit welchem Betrag Sie rechnen müssen, und der Gärtner kann die Termine besser planen. Für einzelne Arbeiten wie Jäten oder Sträucher schneiden ist auch eine Abrechnung nach Stunden üblich. Unsere aktuellen Festpreis-Pakete für den Heckenschnitt nach Laufmeter finden Sie auf der Seite Heckenschnitt; einen Saisonpreis erstellen wir Ihnen auf Anfrage.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie wird ein Laufmeter Hecke gemessen?+

In der Regel einseitig entlang der Hecke. Prüfen Sie im Angebot, ob damit beide Seiten und die Oberseite gemeint sind oder nur eine Seite.

Warum kostet eine hohe Hecke mehr?+

Ab etwa zwei Metern muss mit Leitern gearbeitet werden, die häufig versetzt werden. Das braucht mehr Zeit und Vorsicht und ergibt mehr Schnittgut.

Ist die Entsorgung des Schnittguts im Preis enthalten?+

Das hängt vom Anbieter ab. Fragen Sie ausdrücklich nach. Bei uns ist die Entsorgung immer inbegriffen, das Schnittgut wird mitgenommen und kompostiert.

Lohnt sich ein Abo für die Gartenpflege?+

Wenn Hecke, Rasen und Beete über die Saison regelmässig gepflegt werden sollen, ja. Sie erhalten feste Termine und einen Saisonpreis, den Sie vorher kennen.